Tarifvertrag Metall- Elektroindustrie

Die zweite Hälfte der Inflationsausgleichsprämie (IAP) von insgesamt 3000 Euro aus dem Metall-Tarifabschluss 2022 ist fällig. Anspruch auf die 1500 Euro haben Vollzeitbeschäftigte, die am 1. März 2024 dem Betrieb ununterbrochen 6 Monate angehört haben.

Teilzeitbeschäftigte erhalten die IAP II anteilig, entsprechend ihrer Arbeitsstunden, wie letztes Jahr jedoch mindestens 400 Euro. Das gilt auch für Mini-Jobber.

Altersteilzeitler, die vorher Vollzeit gearbeitet haben, erhalten die Hälfte: 750 Euro.

Auszubildende und Dual Studierende erhalten 550 Euro. Bei ihnen wird keine Mindest-Betriebszugehörigkeit vorausgesetzt.

In der Regel kommt die IAP II mit dem Januar-Entgelt. Der Tarifvertrag zur Inflationsausgleichsprämie (IAP) ermöglicht jedoch, dass Betriebsrat und Arbeitgeber andere Auszahlungszeitpunkte vereinbaren. In vielen Betrieben kam die IAP II schon mit der Dezember-Abrechnung. Die IAP II muss jedoch spätestens bis zum 1. März 2024 ausbezahlt werden.

Entgegen der landläufigen Meinung ist die Inflationsausgleichsprämie keine staatliche Leistung, sondern muss basierend auf Tarifverträgen vom Arbeitgeber bezahlt werden. Der Staat hat die Zahlung lediglich steuer- und abgabenfrei gestellt.

Über 900 000 Metallerinnen und Metaller haben mit Warnstreiks für den Tarifabschluss 2022 in Metall- und Elektroindustrie Druck gemacht. Anfangs wollten die Arbeitgeber sogar wegen der Energiekrise eine „Nullrunde“ durchdrücken und boten in den ersten sechs Wochen bis zum Ende der Friedenspflicht am 28. Oktober gar nichts an. Nach über 20 Verhandlungen erreichte die IG Metall Mitte November 2022 in Ludwigsburg/Baden-Württemberg den Durchbruch… WIR waren mit dabei!

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